Strukturen der Schlagflächen
…und ihr Einfluss auf die Eigenschaften des Putters.
Unser Ziel ist vorrangig die Erreichung des gewünschten Gefühls beim Kontakt mit dem Ball. Ganz gleich, was Ihre Prioritäten sind, das Gefühl beim Kontakt und der Ton beim Erreichen des Balls sind ein untrennbarer Bestandteil der Putting-Routine und des Feedbacks.
Bei einem üblichen Putt bis zu 3 Metern (und wenn Sie nicht gerade aus einem Bunker putten) kommt es praktisch nicht zur Kompression des Balls, so dass man behaupten kann, dass es zum Kontakt des Balls (der Kugel) mit der (Schlag) Fläche nur in einem einzigen Punkt kommt. Theoretisch. Der Ball hat nämlich Dimples, seine Oberfläche ist ebenso wie die Oberfläche des Putters bis zu einem gewissen Grad porös, der Putting-Schlag wird nicht nur in der Achse „x“ (in Schlagrichtung), sondern auch in der Achse „y“ (vertikal) und der Achse „z“ geformt. Weiterhin sind die Oberflächenhärten des Materials des Schlägerkopfes und des Balls in Betracht zu ziehen. In eine mögliche Berechnung zur Unterstützung der Theorie über die beste Struktur der Schlagfläche am Putter kommen somit so viele Unbekannte und Variable, dass es wohl besser ist, zum Golf zu gehen.
Für die Schlagflächen unserer Putter verwenden wir mehrere Typen von Strukturen. Alle sind im Hinblick auf die Eigenschaften des verwendeten Materials des Schlägerkopfes entworfen. Eine optimale Einstellung wurde immer auf der Grundlage praktischer Prüfungen, Erfahrungen und der konkreten Anforderungen unserer Klienten erreicht. Die Tiefe der Struktur bewegt sich immer in Hundertsteln von Millimetern.
Eine polierte Schlagfläche oder eine Fläche mit minimaler „natürlicher“ Bearbeitungsspur vermittelt ein direktes Gefühl aus der Kombination des Materials des Schlägerkopfes und der Festigkeit des Balls. Der Typ der Oberflächenbehandlung hat keinen weiteren registrierbaren Einfluss auf die Änderung dieser Eigenschaften.
Die matte Schlagfläche an den jag´ Puttern kann durch eine spezielle Technologie bearbeitet werden, welche die Oberfläche der Schlagfläche – und damit auch gleichzeitig Oberflächenhärte – um mehr als 60 % vergrößert. Ergebnis ist ein wesentlich höherer Reibungskoeffizient, gefühlsmäßig ist sie jedoch mit einer unbearbeiteten Fläche vergleichbar.
Die Diamantstruktur, die z.B. beim Modell Ψ+ verwendet wird, macht den Ballkontakt wesentlich weicher. Dieser Effekt wurde durch Optimierung der Größe der Strukturelemente im Vergleich zur Größe der Dimples am Ball erzielt. Zum Kontakt kommt es so auf einer größeren Fläche. Gefühlsmäßig mit einem Schlägerkopf aus Kupfer vergleichbar.
Die Kreisstruktur, die auf den Schlagflächen der Modelle SiD verwendet wird, unterstützt die Eigenschaften des verwendeten sehr weichen rostfreien Stahls und nähert sich im Ergebnis sehr einem Gefühl wie bei Messing an. Es ist günstig, das Vergleichen, Testen, aber auch das Training mit den Bällen durchzuführen, mit denen Sie gewöhnlich spielen. Die Oberflächenhärte der einzelnen Modelle unterscheidet sich nämlich stark.
Der Ton des Putters hängt einerseits mit dem verwendeten Material des Schlägers, evtl. mit der verwendeten Einlage, oder mit der Struktur der Schlagfläche zusammen, er hängt aber auch von den weiteren speziellen Anpassungen ab. Durch einen längs eingeritzten Putterkopf kann so zum Beispiel ein „Klingen“ erzielt werden, wobei die konkrete Höhe des Tons von der Entfernung der Schlitze von der Vorderseite des Schlägers abhängt. Aber auf welche Weise der Putter auf den Kammerton A gestimmt wird, bleibt vorerst ein geschütztes Produktionsgeheimnis :-)




